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Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen
 
 

Globale Nachhaltigkeit in Sprachkursen - eine Fortbildungsreihe am Fachsprachenzentrum der Universität Tübingen

Eberhard Karls Universität Tübingen und EPiZ Reutlingen

Ansprechparterinnen: Diana Grundmann, Dr. Claudia Duttlinger


Im Rahmen des Projekts soll eine Weiterqualifizierung der am Fachsprachenzentrum (FSZ) der Universität Tübingen tätigen Lehrkräfte zu Themen globaler Nachhaltigkeit durchgeführt werden. Die Qualifizierung wird in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum Reutlingen (EPIZ) erfolgen. Nachhaltigkeit ist ein globales Leitbild, das Sprachenvielfalt und den Perspektivenwechsel zwischen verschiedenen Lebensstilen und Kulturen fordert: Die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung kennen keine Landesgrenzen.

An der Universität Tübingen ist das FSZ für die Fachsprachenausbildung im Rahmen einzelner Studienfächer (z. B. Internationale Betriebswirtschaftslehre) sowie die allgemeine sprachliche Ausbildung aller Studierenden zuständig. Aktuell bietet das FSZ für Studierende und Beschäftigte pro Jahr rund 250 Kurse in acht Sprachen an. Seit einigen Jahren werden am FSZ einzelne Sprachkurse durchgeführt, in deren Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit konkreten Themen nachhaltiger Entwicklung steht – etwa das Thema Klimawandel im Englischkurs „Turning the air blue“. Besonderer Wert wird hierbei auf einen landes- und kulturspezifischen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit gelegt. Weitere Informationen zum FSZ finden sich unter www.uni-tuebingen.de/de/55342. Mit dem vorliegenden Projekt soll das Thema Nachhaltigkeit im FSZ ausgeweitet und systematisch verankert werden. Bisher können nur vereinzelt Kurse in diesem Bereich angeboten werden, da wenige Lehrkräfte das notwendige Fachwissen über Themen wie Klimawandel, fairen Handel, Umgang mit Ressourcen etc. haben, um diese inhaltlich fundiert in ihren Kursen zu bearbeiten. Mit dem beantragten Projekt soll diesem Qualifizierungsbedarf begegnet werden. In Zusammenarbeit mit dem EPIZ werden für die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch zweitägige Fortbildungen für Lehrkräfte konzipiert und in der jeweiligen Landessprache durchgeführt. Die Fortbildungen sollen einerseits Grundlagen zum Leitbild Nachhaltigkeit als auch Wissen über konkrete Themen nachhaltiger Entwicklung vermitteln. Dabei soll – ebenso wie in den Sprachkursen – ein landes- und kulturspezifischer Zugang gewählt werden. Um diesen Zugang zu ermöglichen, die globale Dimension nachhaltiger Entwicklung zu verdeutlichen und das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Lokalem und Globalem zu schärfen, sollen die Fortbildungen von den ReferentInnen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ durchgeführt werden. Die konkreten Fortbildungsthemen werden in Absprachen zwischen dem FSZ, dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) und dem EPIZ in der Konzeptionsphase des Projekts festgelegt. Für die spanischsprachige Fortbildung wären etwa das Konzept „Buen Vivir“, der faire Handel sowie Nutzungskonflikte um natürliche Ressourcen besonders geeignete Themen, da diese in vielen Ländern Lateinamerikas zentrale Herausforderungen im Kontext nachhaltiger Entwicklung sind.